Schon lange bewundere ich immer wieder die Leute, die total spontan sein können und das sogar, wenn es um ihren Urlaub geht. Ja ich als eingefleischter Reisefan habe bisher immer die klassische Form bevorzugt und die beinhaltet eben neben Flug und einem klaren Ziel auch das gebuchte Hotel. Wenig spontan ich weiß und genau das hielt mir auch ein guter Freund immer wieder mal vor, das ich eben nicht spontan genug wäre, um einmal wirklich einen ganz besonderen Urlaub zu erleben. Tja lange Rede kurzer Sinn, irgendwann hat mich mein Kumpel dann doch neugierig gemacht und ich hab mir das Couchsurfing nicht nur zum wiederholten Mal näher angesehen nein ich hab es dann Ende des Jahres sogar selbst gewagt.
Nun gut, bevor ich euch jetzt von meinem Couchsurfing Abenteuer berichte möchte ich noch all denen, die noch nicht so recht wissen was das sein soll eine kurze Erklärung geben. Couchsurfing ist eine sehr neue und sehr individuelle Form des Reisens, dabei geht es nämlich darum in eine Stadt zu reisen und dort nicht in einem Hotel oder einer Pension unterzukommen, sondern bei einer Privatperson, die man vorher über entsprechende Community kennengelernt hat und die einem die Couch zur Übernachtung anbietet. Man sieht dass das Couchsurfing ein sehr individuelles und spontanes Reisekonzept, das selbstredend vor allem bei den jüngeren absolut im Trend liegt.
So dann zu meinem kleinen Couchsurfing Abenteuer. Ich hab mich entschlossen, Silvester in der Stadt der Liebe zu feiern. Ja genau ich wollte den Jahreswechsel in Paris verbringen und wie man sich vielleicht denken kann, eine kurzfristige Reiseplanung war gar nicht so einfach. Denn die Hotels waren ziemlich voll und deswegen hab ich es dann einfach mal gewagt. Ich hab mich in einer der Couchsurfing Communitys angemeldet und nach jemand gesucht, der mir für ein bis zwei Nächte seine Couch anbieten kann. Gefunden habe ich Marie sehr schnell und es klang schon vielversprechend, was sie mir so von ihrem Zuhause erzählte. Wie toll es dann wirklich bei ihr war, nun unter uns, ich hätte es mir nicht träumen lassen. Also ich bin ich schließlich los, ab zum Bahnhof mit dem Nachtzug Richtung Paris und am 30. war ich dann auch endlich in der Stadt der Liebe. Marie hatte mir einen Gefallen getan und mich sogar an der Metro abgeholt (was nicht jeder Couchsurfer erwarten darf) und wir haben uns bei einem kleinen Bummel durch Paris kennengelernt. Dann ging’s ab zu ihr, denn auch wenn ich nicht viel Gepäck mithatte, unbequem war’s ja doch ein wenig und dann kam die große Überraschung. Marie hatte nicht nur irgendeine alte Matratze oder aber ein abgewetztes Sofa für mich, nein ich durfte zwei tolle Nächte auf einem französischen Designermöbel schlafen. Ich sag’s euch, Wahnsinn, diese Frau war so nett und aufgeschlossen hatte eine wirklich tolle Wohnung und wusste genau, wo in Paris an Silvester der Bär steppt.
Kurz um, ich habe das sicherlich schönste Silvester meines Lebens in der Stadt der Liebe verbracht und obendrein neben Marie noch viele weitere tolle Menschen kennengelernt. Wer also wirklich einmal etwas Neues erleben will und auf seiner Reise wirklich Menschen kennenlernen will, der sollte sich Couchsurfing unbedingt einmal ansehen! Ich für meinen Teil kann es nach diesem kleinen und tollen Silvesterabenteuer wirklich nur empfehlen!
